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Keine Chance für den Naturpark Rätikon im Prättigau

Das Projekt für die Errichtung eines Internationalen Naturparks Rätikon im Prättigau ist gescheitert. In Gemeindeversammlungen und Urnenabstimmungen wurde die Vorlage am Wochenende in allen zehn Gemeinden abgelehnt. Dies mit teilweise knappen, teilweise aber auch sehr deutlichen Resultaten (51 % Nein-Stimmen in Klosters, 81,3 % Nein-Stimmen in Luzein). Die verantwortliche Kerngruppe der Gemeindepräsidenten ist sehr enttäuscht, will aber positiv vorwärtsschauen.

Das Projekt für den Internationalen Naturpark Rätikon war von der Regionalentwicklung Prättigau / Davos lanciert worden. Ziel war die nachhaltige Entwicklung der gemeinsamen Region beidseits der Grenzen, wobei der Naturpark als Plattform für die Entwicklung und Umsetzung von Projekten und Ideen aus den beteiligten Gemeinden zur Verfügung stehen sollte. Seit 2016 waren in den drei Ländern die Grundlagen erarbeitet worden, die in der Schweiz gemäss Vorgaben von Bund und Kanton für die Errichtung eines regionalen Naturparks erstellt werden müssen.

Im Prättigau wird nun aber nichts aus den Naturpark-Plänen. In allen zehn Gemeinden wurde die Errichtung ab 2022 am Wochenende in Gemeindeversammlungen oder Urnenabstimmungen verworfen. Zwar hatten die Verantwortlichen mit der Ablehnung in der einen oder anderen Gemeinde gerechnet; dass sich aber die Mehrheit der Stimmberechtigen in allen Gemeinden dagegenstellen, war nicht erwartet worden. Entsprechend sind die Gemeindepräsidenten Nina Gansner (Seewis), Christian Kasper (Luzein) und Ueli Thöny (Schiers) zusammen mit Regionalentwickler Georg Fromm sehr enttäuscht über den Abstimmungsausgang.

Naturpark-Projekt als Sündenbock
Gegen das Naturpark-Projekt hatte sich im Prättigau eine Gegnerschaft formiert, welcher es schlussendlich gelungen ist, das Projekt mit einer Vielzahl von Ängsten, Befürchtungen und Unterstellungen erfolgreich zu bekämpfen. Eine faktenbasierte Auseinandersetzung mit dem Projekt fand aus Sicht der Park-Promotoren praktisch nicht statt. Schlussendlich sei der Naturpark als Projekt, das von Bund und Kanton massgebend finanziert worden wäre, gemäss Aussagen an Gemeindeversammlungen, in Leserbriefen und auf Social Media auch zum Sündenbock gemacht worden. Dies zum Beispiel aus Ärger und Frustration über Vorgaben und Einschränkungen von Bundes- und Kantonsbehörden, Umweltschutzorganisationen oder über die Wolfspolitik, welche in den Gemeinden immer wieder diskutiert werden.

Die Projektverantwortlichen möchten nun trotzdem positiv vorwärtsschauen und die Herausforderungen in der Regionalentwicklung oder auch im Tourismusbereich im Prättigau zusammen mit den anderen Gemeindevertretern angehen. Ob das grenzüberschreitend angelegte Projekt für den Naturpark Rätikon für im benachbarten Vorarlberg und in Liechtenstein allenfalls trotzdem umgesetzt wird, ist offen.


Dokument 2021-3-7_MM_Abstimmungsergebnis_Naturpark_Ratikon.pdf (pdf, 21.6 kB)


Datum der Neuigkeit 7. März 2021

Allgemeiner Kontakt

  • Region Prättigau/Davos
  • Rathausgasse 2
  • 7250 Klosters
  • Tel. 081 414 32 30