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Prättigauer Gemeinden stimmen im März 2021 über den Naturpark Rätikon ab

Die Vorbereitungsarbeiten für den Internationalen Naturpark Rätikon sind auf der Zielgeraden: im Herbst liegt im Prättigau der Managementplan vor, der für die Umsetzung entscheidend ist. Anfang März 2021 stimmen die zehn Prättigauer Gemeinden ab. Bei einem Ja zum Projekt soll der Naturpark ab 2022 umgesetzt werden.

Die Erarbeitung der Grundlagen für die Errichtung des Internationalen Naturparks Rätikon konnte in den letzten Monaten im Prättigau trotz ausserordentlicher Umstände weitgehend wie geplant vorangetrieben werden. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie vor einem Jahr haben die Gemeinden im Herbst 2019 den Managementplan in Auftrag gegeben, der mit einem detaillierten Bauplan verglichen werden kann. Ein erster Entwurf steht, er wird nun weiter ausgearbeitet und mit den verschiedenen Interessensgruppen abgeglichen. Ende September soll der Managementplan den Gemeinden und dem Kanton vorgestellt werden.

Dann entscheiden die Stimmberechtigten, ob der Internationale Naturpark Rätikon im Prättigau ab 2022 errichtet werden kann oder nicht: in jeder Gemeinde wird einzeln über die Vorlage abgestimmt. Die Urnenabstimmung in Klosters-Serneus soll am 7. März 2021 den Schlusspunkt setzen. Die notwendigen Beschlüsse in den neun weiteren Gemeinden sollen wenn möglich unmittelbar vorher am 5. März an Gemeindeversammlungen fallen, so dass möglichst gleichzeitig entschieden wird. Stimmt eine Gemeinde Ja, so ist sie mit ihrem ganzen Gemeindegebiet beim Naturpark dabei, bei einem Nein nicht. Eine Gemeinde kann also nicht von anderen Gemeinden überstimmt werden, das Gesamtresultat ist nicht massgebend.

Umfassendes regionales Entwicklungsprojekt

Die Idee für den Internationalen Naturpark Rätikon entwickelt sich immer mehr zu einem umfassenden regionalen Projekt. Vom Park, seinen Projekten und Strukturen können Natur, Landwirtschaft, Kultur, Gewerbe, Bildung und Tourismus nachhaltig profitieren. Nach der Zustimmung der Gemeinden, des Kantons und des Bundes soll der Naturpark für vorerst drei Jahre errichtet werden (Inbetriebnahme, Aufbau); für den definitiven Betrieb von 2025 bis 2034 (10 Jahre) wäre erneut die Zustimmung der Gemeinden notwendig.

In der dreijährigen Errichtungsphase für das Schweizer Teilprojekt wird mit einem Jahresbudget von rund 1 Mio. Franken geplant, im späteren Betrieb dann mit rund 1,5 Mio. Franken. Zwei Drittel der Aufwendungen sollen mit Mitteln von Bund und Kanton bestritten werden; die Gemeinden hätten zusammen pro Jahr fix Fr. 250'000 beizusteuern, was bei Beteiligung aller Gemeinden Fr. 16.50 pro Einwohnerin oder Einwohner entspräche. Weil der Naturpark aber verschiedene Aufgaben übernehmen soll, die heute über Prättigau Tourismus oder die Region getragen werden, würde der Park für die meisten Gemeinden zu keinen Mehrausgaben führen. Die Gemeinden könnten mit ihren Mitteln im Naturpark viel mehr erreichen als heute.

Internationale Koordination

Zusammen mit den zehn Prättigauer Gemeinden sind alle elf Gemeinden des Fürstentums Liechtenstein sowie neun Gemeinden in Vorarlberg beim grenzübergreifenden Naturpark-Projekt dabei. Die 30 Gemeinden aus drei Ländern weisen zusammen eine Fläche von über 1100 Quadratkilometern auf. Mit diesen Dimensionen wäre der Naturpark Rätikon der grösste Naturpark im Alpenraum.

 

Auch jenseits der Landesgrenzen werden die Projektarbeiten in Liechtenstein und Vorarlberg vorangetrieben. Ziel ist der gemeinsame Start der Aufbauphase ab 2022. In den Nachbarländern gelten jedoch andere Vorgaben für die Umsetzung, Volksabstimmungen sind nicht notwendig, die Prozesse sind kürzer. In Vorarlberg wird der Managementplan des Teilprojekts erst nach den auf Mitte September verschobenen Kommunalwahlen in Angriff genommen. In Liechtenstein ist der Abschluss der Arbeiten wie in der Schweiz in den nächsten Monaten geplant.

Unterstützungskomitee gebildet

Im Hinblick auf die Gemeindeabstimmungen im Prättigau soll aktiv über die Grundlagen und Argumente informiert werden, die für den Internationalen Naturpark sprechen. Online passiert das bereits jetzt auf der neuen Website ja-zum-naturpark-raetikon.ch und via Facebook; ab Anfang Oktober soll die Prättigauer Bevölkerung dann zusätzlich mit Informationsanlässen und Unterlagen angesprochen werden. Ein Unterstützungskomitee mit Persönlichkeiten aus dem ganzen Tal hat sich bereits formiert. Seit Beginn der Machbarkeitsstudie wird zudem auf der internationalen Website raetikon.net sehr ausführlich und transparent über das Projekt informiert.

Weitere Informationen zu "Ja zum Naturpark Rätikon"


Dokument 2020-6-19_Medienmitteilung.pdf (pdf, 24.7 kB)


Datum der Neuigkeit 24. Juni 2020

Allgemeiner Kontakt

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