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Zahlreiche Projektideen für den Naturpark Rätikon in Seewis

Wie könnte das Prättigau von einem Internationalen Naturpark Rätikon profitieren? Welche konkreten Projektideen sollen entwickelt und umgesetzt werden? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum eines öffentlichen Workshops, der am Donnerstag, 5. April 2018, in Seewis stattgefunden hat. Rund 80 Interessierte wirkten aktiv mit.

Der Informationsabend mit Workshop in Hotel Scesaplana in Seewis war der zweite von drei öffentlichen Anlässen, die im Prättigau im Rahmen der Machbarkeitsstudie für einen Internationalen Naturpark Rätikon durchgeführt werden. Ging es Mitte August 2017 in Küblis noch darum, Chancen und Herausforderungen des Projekts einzuschätzen, so waren nun konkrete Ideen für die Umsetzung gefragt.

Anregungen für mögliche Projekte kamen im ersten Teil des Abends von Christoph Müller, Geschäftsleiter des Naturparks Schaffhausen. Dieser jüngste Schweizer Naturpark ist mit nicht weniger als 65 laufenden Projekten sehr aktiv. Und er zeigt durch den Einbezug von zwei Gemeinden aus Deutschland vor, wie eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit umgesetzt werden kann. Laut Müller ist der Naturpark ein Strukturentwicklungsprogramm, eine „Ermöglicherplattform“.

Regionale Wertschöpfung im Zentrum
Schwerpunkte liegen im Naturpark Schaffhausen bei den regionalen Produkten, die auch über einen Grossverteiler auf den Markt kommen, im Natur- und Landschaftsbereich (z.B. Waldbewirtschaftung) oder in der Bildung (Schulprogramme); zudem wurde mit dem „Schaffhauser Haus“ in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverband ein Vorzeigeprojekt erarbeitet, welches das zentrale Anliegen der regionalen Wertschöpfung betont.

Die am Naturpark Schaffhausen beteiligten Gemeinden ziehen laut Christoph Müller ein sehr positives Fazit. So kommen zum Beispiel aufgrund der neuen Angebote deutlich mehr Gäste in die Region als angenommen, viele Erwartungen wurden übertroffen. Ein besonderer Wert der Entwicklungsplattform liegt in der Vernetzung im Parkgebiet selbst, aber auch in den Verbindungen mit den weiteren Pärken in der Schweiz und im benachbarten Deutschland.

Bestehendes aufwerten, Neues einbringen
In den Workshops an den acht Themen-Tischen (Tourismus, Gewerbe und Handwerk, Junge Erwachsene, Land- und Alpwirtschaft, erneuerbare Energie und Mobilität, Kultur/Gesellschaft/Bildung, Natur- und Landschaft/Umweltbildung sowie Jagd und Forst) hatten die Besucherinnen und Besucher die Aufgaben, das Potenzial des Naturparks für bestehende Angebote, Produkte oder Initiativen im Prättigau auszuloten und neue Ideen auch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einzubringen. Nach teilweise sehr angeregten Diskussionen präsentierte jeder Tisch kurz sechs Ideen für Projekte, die in einem Naturpark Rätikon umgesetzt werden könnten.

Die bessere Vermarktung der Produkte der Landwirtschaft, die nachhaltige Nutzung der Ressource Holz, die Stärkung des naturnahen Tourismus, Solar-Vorzeigeprojekte und neue Verkehrslösungen für Bergregionen, gemeinsame Theaterinszenierungen, Themen für die Umweltbildung, Projekte für das Gewerbe – an Ideen herrschte kein Mangel. So konnte Projektleiter Stefan Forster (ZHAW, Forschungsgruppe für Tourismus und Nachhaltige Entwicklung) denn auch ein positives Fazit aus den Diskussionen ziehen. Alle Unterlagen der Workshops werden nun ausgewertet, die Ergebnisse fliessen in die Machbarkeitsstudie ein.

Gesamtprojekt auf Kurs
Stefan Forster und Co-Projektleiterin Birgit Reutz orientierten in Seewis zudem auch über den Projektstand. Die Arbeiten für die Machbarkeitsstudie sind in den drei beteiligten Regionen in der Schweiz, in Vorarlberg und in Liechtenstein in separaten Teilprojekten aufgenommen worden. Zudem entwerfen die drei Kernteams in gemeinsamen Treffen ein Modell für die internationale Zusammenarbeit. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird in allen drei Teilregionen als wichtigstes Merkmal und grosse Chance dieses Naturpark-Projekts gewertet.

Die Machbarkeitsstudie für den Internationalen Naturpark Rätikon wird gemeinsam mit Kanton und Ländern von neun Gemeinden im Prättigau, acht Gemeinden im Vorarlberg und allen 11 Gemeinden in Liechtenstein unterstützt. Aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Ausgangslagen und Prozesse ist die Koordination anspruchsvoll und komplex; eine wichtige Herausforderung besteht auch darin, pragmatische Lösungen für die künftige Organisation des grenzüberschreitenden Naturparks zu finden.

Weitere Informationen und Fragebogen für alle Interessierten: www.raetikon.net

Dokument 2018-4-5_MM_Anlass_Seewis_Bericht.pdf (pdf, 87.4 kB)


Datum der Neuigkeit 6. Apr. 2018

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