Willkommen auf der Website der Gemeinde Region Prättigau/Davos



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Engagiertes Interesse für den Naturpark Rätikon im Prättigau

In Küblis hat am Donnerstag, 17. August 2017, der erste öffentliche Informations- und Mitwirkungsanlass zum Projekt Internationaler Naturpark Rätikon stattgefunden. Rund 80 Personen diskutierten engagiert, welche Chancen und Möglichkeiten ein grenzüberschreitender Naturpark bieten könnte und thematisierten auch Herausforderungen und mögliche Konflikte.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie für einen Internationalen Naturpark Rätikon wird der Bevölkerung mehrfach die Möglichkeit geboten, Ideen und Standpunkte einzubringen. So soll erreicht werden, dass das Projekt den notwendigen Rückhalt hat und auch im Hinblick auf spätere Abstimmungen in den Gemeinden akzeptiert wird. Der erste dieser Anlässe fand am Donnerstagabend, 17. August 2017, im Hotel Terminus in Küblis statt und war mit rund 80 Personen aus dem Prättigau und dem benachbarten Rheintal sehr gut besucht.

Nachhaltige Entwicklung ermöglichen

Vor den Workshops zu verschiedenen Themen wurden die Anwesenden von Projektleiterin Birgit Reutz (ZHAW, Forschungsgruppe für Tourismus und Nachhaltige Entwicklung Wergenstein) kurz über Regionale Naturpärke im Allgemeinen und den Stand der Dinge im Projekt Rätikon informiert. Der Montafoner Standesrepräsentant Herbert Bitschnau, Bürgermeister von Tschagguns, zeigte sich in seiner Stellungnahme überzeugt von der grenzüberschreitenden Idee und verspricht sich viel davon. Die Entscheide in den Vorarlberger Grenzgemeinden seien zwar noch nicht alle gefallen, doch rechne er in wenigen Wochen im September mit einem Start des Teilprojekts im Vorarlberg.

Was mit einem Regionalen Naturpark erreicht werden kann, machte der Präsident des Vereins Naturpark Beverin, Thomas Buchli, deutlich. Ohne das Fachwissen und die personellen Kapazitäten des Naturparks wären zum Beispiel in der Gemeinde Safiental, der er als Präsident vorsteht, natur- und kulturnahe touristische Angebote gar nicht erst entstanden. Auch an die Umsetzung eines millionenschweren landwirtschaftlichen Projekts für die Regionale Entwicklung (PRE) im Schams und im Rheinwald sei ohne den Naturpark als Basis nicht zu denken. Nicht zuletzt konnte Buchli als Biolandwirt die weit verbreiteten Ängste entkräften, ein Naturpark würde zu zusätzlichen Vorschriften und Einschränkungen führen.

Grenzüberschreitung als Trumpf

In den Workshops wurde in Gruppen über die Themen Tourismus und Gewerbe, Land- und Alpwirtschaft, Kultur/Gesellschaft/Bildung, Natur- und Landschaftsschutz sowie Jagd/Forst diskutiert. Auch eine kleine Runde mit Vertreterinnen und Vertretern der jungen Generation konnte gebildet werden. Noch ging es nicht um konkrete Vorschläge für Themen und Projekte, sondern erst allgemein um Chancen und Herausforderungen in den jeweiligen Bereichen. Dabei wurde deutlich: gerade in der Grenzüberschreitung liegt bei vielen Themen ein grosses Plus. Gemeinsame Projekte im Tourismus, in Kultur, Gesellschaft und Bildung oder auch bei landwirtschaftlichen Produkten sind naheliegend und vielversprechend. Die gemeinsame Natur- und Kulturlandschaft im Rätikon soll mit dem Naturpark aufgewertet, das Bewusstsein dafür geschärft werden ľ nicht zuletzt auch mit Bildungsangeboten, welche der jungen Generation diese Werte vermitteln können.

Die Herausforderung liegt in der konkreten Umsetzung. Die Grenzüberschreitung wird gesucht, die Zusammenarbeit von drei Ländern und Regionen dafür ist aber sicher komplex. Die konkreten Projekte müssen hohe Ansprüche an die Nachhaltigkeit erfüllen, insgesamt aber auch zu einer verbesserten Wertschöpfung führen, sonst fehlt die Glaubwürdigkeit. Mit guten Entwicklungsprojekten und Kommunikation speziell zu entkräften gilt es das weit verbreitete Vorurteil einer Schutzglocke, die mit einem Regionalen Naturpark angeblich über das ganze Gebiet gestülpt werde und unter der dann auch Bär und Wolf willkommen seien.

Fideris neu dabei

Der mögliche Perimeter des Naturparks Rätikon wird mit der Machbarkeitsstudie detailliert abgeklärt. In den letzten Wochen haben die vier Gemeinden der Bündner Herrschaft sowie die vier Gemeinden südlich der Landquart im Prättigau (Furna, Jenaz, Fideris, Conters) eine Einladung zur Mitarbeit erhalten. Im Gemeindevorstand von Fideris wurde die Anfrage positiv beurteilt, womit nun auf Schweizer Seite eine siebte Gemeinde in die Abklärungen einbezogen wird. Die Gemeindevorstände von Malans, Jenins, Maienfeld, Fläsch und Conters konnten sich für die Idee nicht erwärmen. In Furna und Jenaz ist die Anfrage noch hängig.

Gefallen ist der Entscheid in Liechtenstein, wo alle Gemeinden gemeinsam sowie das Land ihr Teilprojekt im Oktober starten werden. Im Vorarlberg unterstützt das Bundesland die Abklärungen, die Entscheide der Gemeinden werden nach der Sommerpause erwartet.


Fragebogen zum Naturpark auf www.raetikon.net

Die Mitwirkung am Projekt Internationaler Naturpark Rätikon ist auch mit dem Ausfüllen eines Fragebogens möglich, der auf der Projekt-Webseite www.raetikon.net zu finden ist. Auf Wunsch ist eine Zusendung per Mail oder Briefpost (Adressangabe an info@praettigau-davos.ch oder Tel. 081 414 32 30) möglich. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Webseite.
Dokumente 2017-8-18_MM_Anlass_Kublis_Bericht.pdf (pdf, 87.9 kB)
20170817_Fragebogen_Akzeptanz_RNP_Ratikon_neutral.pdf (pdf, 289.6 kB)


Datum der Neuigkeit 18. Aug. 2017

Allgemeiner Kontakt

  • Region Prättigau/Davos
  • Rathausgasse 2
  • 7250 Klosters
  • Tel. 081 414 32 30